Thesaurierung – Thesaurierende Investmentfonds
Einfach erklärt: Thesaurierende Fonds schütten die im Fonds anfallenden Erträge nicht direkt an die Anleger aus, sondern reinvestieren diese Gewinne automatisch. Diesen Vorgang der automatischen Reinvestition nennt man Thesaurierung. Anstatt Erträge auszuzahlen, verbleiben diese im Fondsvermögen und erhöhen kontinuierlich den Wert der Anteile. Trotz der internen Reinvestition entsteht in Österreich eine Steuerpflicht auf die sogenannten ausschüttungsgleichen Erträge.
Bei steuereinfachen Brokern erfolgt die Abführung der Steuerschuld auf ausschüttungsgleiche Erträge automatisch über das Verrechnungskonto. In den Kontoumsätzen erscheint dieser Vorgang üblicherweise mit dem Hinweis „Thesaurierung transparenter Fonds“. Da der exakte Zeitpunkt der Abbuchung je nach Fonds bzw. ETF variiert und nicht präzise vorhersehbar ist, empfiehlt sich eine ausreichende Deckung auf dem Cash-Konto. Ein durch die Steuerlast verursachter negativer Saldo führt zu Sollzinsen.



