Crowdfunding

Hier findest Du hilfreiches Steuerwissen zur Kategorie Crowdfunding. Erfahre was es mit dem Nachrangdarlehen auf sich hat, welche Art der Versteuerung zur Anwendung kommt und welche Steuerfreigrenzen es gibt.

In Österreich besteht die Möglichkeit der Beteiligung von Bürgern an Investitionen, diese werden in der Regel in Form eines Nachrangdarlehens eingeordnet.

Per Definition zum Nachrangdarlehen seitens der FMA (Finanzmarktaufsicht): „Bei einem Nachrangdarlehen handelt es sich um ein Darlehen, bei welchem der Geldgeber akzeptiert, dass er im Rang hinter die anderen Gläubiger tritt. Der Geldgeber akzeptiert, dass er im Fall der Insolvenz des Darlehensnehmers sein Geld erst dann zurückbekommt, wenn davor alle anderen Gläubiger ihr Geld erhalten haben („Nachrangklausel“).“

„Es besteht dabei ein besonders hohes Risiko, dass für die Nachranggläubiger dann kein Geld mehr zur Verfügung steht. Nachrangdarlehen versprechen daher häufig höhere Zinsen als klassische Darlehen, da auch ein höheres Risiko besteht, kein Geld mehr zu erhalten.“

Crowdfunding

Bei Geldanlagen durch Nachrangdarlehen, die öffentlich angeboten werden, handelt es sich um prospektpflichtige Veranlagungen im Sinne des Kapitalmarktgesetzes 2019.

„Einkünfte aus Crowdinvesting-Darlehen unterliegen der Einkommenssteuer gem. § 27 Abs. 1 EStG iVm § 27 Abs 2 Z 2 leg cit, wobei der jährliche Steuerfreibetrag von 730€ zur Anwendung kommt.
Die Zinsen müssen im Zeitpunkt des Zuflusses, selbständig in die Steuererklärung aufgenommen werden. Diesbezüglich gibt es auf unserer Plattform die Möglichkeit, alle relevanten Daten für das Finanzamt zu exportieren.“

Für den Anleger heißt das bei Beteiligung mittels Crowdinvesting

  • In den meisten Fällen Nachrangdarlehen (keine KESt)
  • Progressiver Einkommensteuersatz (0-55%)
  • Freibetrag in der Höhe von 730€
  • Müssen über die Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden