Besteuerung von Investmentfonds bzw. ETFs in Österreich

Meldefonds oder Nicht-Meldefonds, ausschüttend oder thesaurierend? Welche Unterschiede gibt es bei Investmentfonds und wo gibt es einen steuerlichen Vorteil? Diese Fragen möchte ich für Dich in diesem Beitrag klären.

Versteuerung von Investmentfonds

Wenn Du in Österreich in einen Investmentfonds investierst, können innerhalb des Fonds sogenannte ausschüttungsgleiche Erträge anfallen, welche immer zu versteuern sind. Diese Erträge können im Fondsvolumen realisierte Kursgewinne oder Dividendenausschüttungen darstellen, die innerhalb eines Kalenderjahres angefallen sind.

Besteuerung von Investmentfonds

Die Versteuerung der im Fondsvolumen anfallenden Erträgen sowie die Versteuerung etwaiger von Dir realisierten Kursgewinne übernimmt ein steuereinfacher Broker für Dich. Steuereinfache Broker in Österreich wären zum Beispiel Deine Hausbank, Flatex oder die DADAT Bank.

Sofern Du Dich für einen steuereinfachen Anbieter für die Geldanlage entschieden hast, musst Du Dir keine Gedanken um die korrekte Versteuerung Deiner Investmentfonds machen. Diese Anbieter führen die Kapitalertragsteuer direkt in Deinem Namen an das zuständige Finanzamt ab. Weiters übermitteln sie Dir eine Übersicht, auf der Du siehst, wie viel Kapitalertragsteuer in Deinem Namen abgeführt wurde.

Meldefonds bzw. Nicht-Meldefonds

Bei der Besteuerung von Investmentfonds unterscheidet man zwischen Meldefonds und Nicht-Meldefonds. Jeder Meldefonds hat einen steuerlichen Vertreter in Österreich und muss die Kapitalertragsteuer auf Ausschüttungen sowie auf ausschüttungsgleiche Erträge an die österreichische Kontrollbank melden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Fonds im In- oder Ausland aufgelegt ist. In welchem Land ein Fonds aufgelegt ist, siehst Du im Factsheet oder anhand der ersten Ziffern der ISIN.

Auf der Website der österreichischen Kontrollbank kannst Du ganz einfach überprüfen, ob Dein Fonds ein Meldefonds ist oder nicht. Bei einem Nicht-Meldefonds werden die steuerpflichtigen ausschüttungsgleichen Erträge pauschal besteuert, hier spricht man umgangssprachlich von einer Art “Strafsteuer”.

Steuervorteil bei thesaurierenden Fonds

Was ist ein thesaurierender Fonds?

Bei einem thesaurierenden Fonds werden Dividenden und Kursgewinne, die innerhalb des Fonds anfallen, nicht ausgeschüttet, sondern automatisch reinvestiert. So profitierst Du maximal vom Zinseszinseffekt.

Wie läuft das mit den Steuern?

Einmal jährlich fallen bei Deinem thesaurierenden Fonds Steuern in der Höhe von 27,5% für die Ausschüttungen an, die Dir zugeflossen wären. Hier wird steuerrechtlich so getan, als würden Dir diese Ausschüttungen tatsächlich zufließen, man spricht hier von ausschüttungsgleichen Erträgen.

Der große Vorteil liegt in der Versteuerung von Substanzgewinnen, also Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren innerhalb der Fondsgesellschaft. Diese Substanzgewinne werden nur zu 60% mit der KESt in Höhe von 27,5% besteuert. Dadurch verringert sich die effektive Steuerbelastung auf 16,5% (60% x 27,5%), dieser Prozess wirkt sich langfristig steuerschonend aus und fördert Deine Rendite. Beim Verkauf der Anteile eines thesaurierenden Investmentfonds werden Dir die bisher nicht berücksichtigen 40% der unversteuerten Substanzgewinne nachträglich versteuert.

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