Online Broker Österreich 2026: Der große Depot-Vergleich für Einsteiger

Der Markt für Online Broker in Österreich hat sich 2026 grundlegend gewandelt. Mit der neuen Steuereinfachheit internationaler Anbieter und innovativen Apps ist der Einstieg in die Geldanlage so einfach wie nie. Dieser Leitfaden vergleicht die wichtigsten Depots von Flatex bis Trade Republic und klärt über Kosten und Steuern auf.

Inhalt dieses Artikels:

  • Was ist ein Online Broker?
  • Warum ist ein Online Broker besser als die Hausbank?
  • Der wichtigste Faktor: Steuereinfach vs. nicht steuereinfach
  • Die 6 wichtigsten Anbieter im Vergleich (Stand 2026)
  • Die Kostenstruktur verstehen
  • Anleitung: In 3 Schritten zum ersten Depot
  • Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Online Broker?

Ein Online Broker ist ein Finanzdienstleister, der Anlegern den Kauf und Verkauf von Wertpapieren über das Internet ermöglicht. Im Gegensatz zu klassischen Filialbanken findet die gesamte Abwicklung digital statt. Dies erlaubt Investoren den direkten Zugang zu Börsenplätzen weltweit, um Aktien, Anleihen oder Fonds (ETFs) zu handeln. Für Einsteiger stellt der Online Broker die technische Schnittstelle zwischen dem eigenen Bankkonto und dem Kapitalmarkt dar.

Warum ist ein Online Broker besser als die Hausbank?

Der Hauptgrund für den Wechsel von der Hausbank zu einem Online Broker liegt in der Kostenstruktur. Filialbanken verrechnen oft hohe Depotführungsgebühren und verlangen pro Transaktion Provisionen, die gerade bei kleineren Sparbeträgen die Rendite schmälern. Online Broker verzichten häufig auf eine pauschale Depotgebühr oder bieten diese unter bestimmten Bedingungen kostenlos an. Zudem sind die Transaktionskosten (Ordergebühren) oft deutlich geringer. Ein weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit: Es fehlen Verkaufsgespräche für hauseigene Produkte, wodurch Anleger Zugriff auf ein neutrales und breiteres Angebot an ETFs und Aktien erhalten.

Der wichtigste Faktor: Steuereinfach vs. nicht steuereinfach

Für Anleger in Österreich stellt die steuerliche Behandlung das wichtigste Auswahlkriterium dar. In Österreich gilt für Gewinne aus Wertpapieren und Dividenden die Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 %.

Was bedeutet „steuereinfach“?

Ein steuereinfacher Broker führt die anfallende Steuer automatisch an das österreichische Finanzamt ab. Der Anleger muss sich um nichts kümmern und die Gewinne scheinen nicht in der Einkommensteuererklärung auf. Dies bietet maximalen Komfort und Rechtssicherheit.

Was bedeutet „nicht steuereinfach“?

Bei Brokern ohne steuerliche Anbindung in Österreich erhalten Anleger den Brutto-Gewinn ausbezahlt. Es obliegt dem Depotinhaber, diese Erträge korrekt zu berechnen, aufzuzeichnen und im Rahmen der Einkommensteuererklärung (Formular E1kv) an das Finanzamt zu melden. Dieser Aufwand überfordert viele Einsteiger und birgt das Risiko fehlerhafter Meldungen.

Die 6 wichtigsten Anbieter im Vergleich (Stand 2026)

Der österreichische Markt hat sich bis ins Jahr 2026 stark gewandelt. Insbesondere bei den Neobrokern gab es durch die Einführung der Steuereinfachheit bei internationalen Anbietern große Verschiebungen. Hier folgt die Detailanalyse der sechs relevantesten Plattformen.

Trade Republic (Der neue Marktführer?)

Seit dem 24. April 2025 ist Trade Republic in Österreich steuereinfach. Damit entfällt der größte Nachteil des deutschen Neobrokers. Anleger profitieren von einem sehr großen Angebot an kostenlosen Aktien- und ETF-Sparplänen. Aktien, ETFs, Anleihen und Kryptowährungen können für eine Fremdkostenpauschale von nur einem Euro gehandelt werden. Ein weiteres Argument ist das inkludierte Girokonto mit österreichischer IBAN, auf dem Guthaben voll zum aktuellen EZB-Zinssatz verzinst wird.

  • Steuereinfach: Ja (seit 04/2025).
  • Vorteile: Volle Zinsen auf Cash-Guthaben, riesiges Sparplan-Universum, einfache App.
  • Fazit: Durch die Steuereinfachheit für fast jeden Anleger die Top-Wahl in Sachen Preis/Leistung.
  • Kostenlose Konto- und Depotführung
  • Kostenloses Girokonto inkl. attraktiven Zinsangebot
  • Über 4.000 kostenlose Aktien- und ETF Sparpläne
  • Aktien und ETFs um nur 1 € handeln
  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Keine Dividendengebühr
  • Häufig in Kritik aufgrund des Kundenservice

DADAT Bank (Die Bank im Hintergrund)

Die DADAT Bank ist eine vollwertige Direktbank inklusive einem umfassenden Brokerage-Angebot. Anleger können hier Wertpapiere an verschiedenen Handelsplätzen handeln und haben ebenso die Möglichkeit auf kostengünstige Fremdwährungskonten. Im Vergleich zu reinen Neobrokern fällt die Gebührenstruktur bei der DADAT Bank oft etwas höher aus, dafür erhalten Kunden eine österreichische Banklizenz im Hintergrund. Die Einzigartigkeit des Brokers liegt in den kostengünstigen Fremdwährungskonten sowie beim Goldsparplan.

  • Steuereinfach: Ja.
  • Besonderheit: Kostengünstige Fremdwährungskonten und Gold-Optionen.
  • Steuereinfach
  • Großes Sparplanangebot
  • Keine Dividendengebühr
  • Ausgezeichneter Kundenservice
  • Option auf kostenloses Gehaltskonto
  • Verrechnungskonto 2,53 € pro Quartal
  • Depotgebühr 0,075 % p.a. zzgl. USt
  • Mindestdepotgebühr pro Position p.a. 2,53 € zzgl. USt

Flatex Online-Broker (Der etablierte Klassiker)

Der Online-Broker Flatex zählt seit Jahren zu den beliebtesten Adressen in Österreich. Er eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Anleger können hier Aktien, ETFs und zahlreiche weitere Produkte handeln. Des Weiteren bietet der Broker viele Möglichkeiten an, um das Depot und die Benutzeroberfläche zu individualisieren.

  • Steuereinfach: Ja.
  • Vorteile: Sehr große Auswahl an ETFs, etablierte Abwicklung, Premium-Partner für kostenlosen Handel.
  • Aktion: Oftmals attraktive Neukundenangebote verfügbar.

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  • Steuereinfach
  • Kostenlose Konto- und Depotführung*
  • Über 600 ETFs kostenlos* per Sparplan
  • Erstelle mehrere Depots innerhalb einem Log-in

    *exkl. Verwahrgebühr für Xetra-Gold, ADR´s, GDR´s

    Disclaimer: Neben den angegebenen Gebühren der Online-Broker können weitere Kosten entstehen. Diese beinhalten marktübliche Spreads, Zuwendungen, Produktkosten sowie Fremdkosten. Es ist daher ratsam, die aktuellen Konditionen regelmäßig zu prüfen, um einen vollständigen Überblick über die Gesamtkosten zu erhalten. Aktuelle Konditionen können hier abgerufen werden.

  • Dividendengebühren bei internationalen Aktien
  • Keine Konto- und Depotgebühren

Scalable Capital (Der Flatrate-Spezialist)

Scalable Capital gilt als Österreichs erster „Flatrate Online-Broker“. Neben kostenloser Depotführung und kostenlosen Aktien- & ETF-Sparplänen können Kunden im „Prime“-Modell zum monatlichen Fixpreis unbegrenzt Aktien handeln. Über 2.500 ETFs sind im Scalable Capital Sparplan kostenlos besparbar.

  • Steuereinfach: Nein (Nicht steuereinfach in Österreich – Hinweis: Hier muss der Anleger die Steuer selbst abführen).
  • Vorteile: Flatrate-Modell lohnt sich für aktive Trader, riesige ETF-Auswahl.
  • Nachteil: Erfordert Disziplin bei der steuerlichen Erfassung (E1kv).

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  • Kostenlose Konto- und Depotführung
  • Über 2.500 ETF Sparpläne
  • Investieren ab 1 €
  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Verschiedene Flatrate Modelle verfügbar
  • Noch nicht steuereinfach

Sunrise Capital (Die Fondslösung)

Sunrise Capital ist kein klassischer Online-Broker, passt aufgrund des Konzepts aber gut in diesen Vergleich. Sunrise (früher Own360) bietet die Möglichkeit, kostengünstig, breit gestreut und nachhaltig in einen aktiv gemanagten Fonds zu investieren („Investieren in die Realwirtschaft“). Das Ziel des Managements ist es, den Anlegern über die App und den Podcast möglichst viele Informationen rund um die Unternehmen im Fonds mitzugeben.

  • Steuereinfach: Ja (Fondslösung).
  • Aktion: Mit dem Code „finanzen10“ gibt es 10 Euro Startguthaben geschenkt!
  • 10 € geschenkt mit dem Code „finanzen10“
  • Kostenlose Konto- und Depotführung
  • Finanzwissen mit Ansparen kombiniert
  • Investieren steht im Vordergrund
  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Keine Konto- und Depotgebühren
  • Produktkosten von < 1 % p.a.

Bitpanda (Der Anbieter aus Österreich)

Bitpanda st eine in Europa regulierte Investmentplattform, die den Zugang zu einer Vielzahl von Anlageklassen ermöglicht. Nutzer können in über 2.800 Vermögenswerte investieren, darunter Kryptowährungen, Edelmetalle sowie  Aktien und ETFs. Das Angebot wird durch automatisierte Sparpläne, Staking-Optionen und eine Debitkarte für Krypto-Zahlungen ergänzt.

  • Steuereinfach: Ja.
  • Vorteile: Kostenlose Konto- und Depotführung, einfache Benutzeroberfläche.
  • Kostenlose Konto- und Depotführung
  • Derivate, die den Kurs von Aktien und ETFs abbilden um nur 1 € handeln
  • Einfache Benutzeroberfläche
  • Großes Krypto-Angebot
  • Keine echten Wertpapiere sondern Derivatsverträge
  • Kein echtes Sondervermögen
  • „Aktien und ETFs“ über Bitpanda Stocks müssen selbst versteuert werden

Die Kostenstruktur verstehen

Wer Gebühren spart, erhöht langfristig den Ertrag. Bei einem Vergleich der Anbieter gilt es auf folgende Positionen zu achten:

  • Depotführungsgebühr: Dies ist eine Fixgebühr für die Verwahrung der Wertpapiere. Viele Direktbanken und Neobroker bieten kostenlose Modelle an.
  • Ordergebühren: Diese Kosten fallen bei jedem Kauf oder Verkauf an. Sie bestehen oft aus einer Grundgebühr und einem prozentualen Anteil des Kurswertes oder einer „Flat-Fee“ (z. B. 1 Euro bei Trade Republic).
  • Sparplangebühren: Für den monatlichen Vermögensaufbau sind ETF-Sparpläne beliebt. Hier gibt es Anbieter, die die Ausführung kostenlos oder für eine geringe Pauschale anbieten.
  • Fremdwährungsgebühren: Beim Kauf von US-Aktien oder anderen Währungen kann eine Umrechnungsgebühr anfallen.

Anleitung: In 3 Schritten zum ersten Depot

Der Start an der Börse erfordert im Jahr 2026 keinen großen bürokratischen Aufwand mehr.

  1. Vergleich und Auswahl: Unter Berücksichtigung der Kriterien „steuereinfach“ und „Kosten“ fällt die Wahl auf einen passenden Anbieter aus der obigen Liste.
  2. Identifikation: Die Eröffnung erfolgt online. Die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung lässt sich bequem per Video-Ident-Verfahren mit dem Reisepass oder Personalausweis durchführen.
  3. Referenzkonto und Überweisung: Nach der Freischaltung wird ein Referenzkonto (meist das eigene Girokonto) hinterlegt. Sobald das erste Geld überwiesen ist, steht dem ersten Wertpapierkauf nichts mehr im Wege.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Online Broker ist für Anfänger in Österreich am besten?

Für Anfänger in Österreich eignet sich ein steuereinfacher Broker am besten. Anbieter wie Trade Republic oder Flatex übernehmen die steuerliche Abwicklung automatisch. Dies verhindert Fehler bei der Steuererklärung und reduziert den administrativen Aufwand erheblich.

Wie viel Geld brauche ich für den Start?

Der Einstieg ist bereits mit sehr kleinen Summen möglich. Viele Online Broker bieten Wertpapiersparpläne ab einer monatlichen Sparrate von 10 Euro, 25 Euro oder 50 Euro an.

Sind meine Wertpapiere bei einer Pleite des Brokers sicher?

Ja, Wertpapiere (Aktien, ETFs) gelten als Sondervermögen. Im Falle einer Insolvenz des Brokers oder der depotführenden Bank fallen diese nicht in die Konkursmasse. Sie bleiben Eigentum des Anlegers und können auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen werden.

Transparenzhinweis

Die vorgestellte Auswahl an Online-Brokern bildet nicht den gesamten Markt ab. In diesem Beitrag stehen vor allem Anbieter im Fokus, die für Privatanleger möglichst günstige Konditionen bieten und ein überzeugendes Produktangebot für die langfristige Geldanlage bereithalten. Für die Vorstellung dieser Anbieter erfolgt keine Vergütung. Erfolgt die Depoteröffnung über einen der hier eingebundenen Links, fließt eine kleine Vermittlungsprovision, die den Erhalt der Website unterstützt.

Quellen und weiterführende Informationen:

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