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Zukunftsdepot Österreich: Investieren für Kinder

Das Zukunftsdepot in Österreich soll den langfristigen Vermögensaufbau für Kinder erleichtern. Die Bundesregierung hat sich am 17. Oktober 2026 auf ein Modell mit staatlichem Startbonus und steuerlichen Vorteilen geeinigt. Damit soll frühzeitiges Investieren für den Nachwuchs attraktiver werden – etwa für die Ausbildung, die erste Wohnung oder als Grundstock für die spätere private Altersvorsorge.

Wann kommt das Zukunftsdepot?

Das Zukunftsdepot soll ab 1. Juli 2027 starten. Der vorgesehene Startbonus von 500 Euro soll bereits für Kinder gelten, die ab dem 1. Jänner 2027 geboren werden. Das kündigte Bundeskanzler Christian Stocker nach der Einigung der Regierung an.

Auch bereits geborene Kinder unter 18 Jahren sollen nach den bisher veröffentlichten Plänen ein Zukunftsdepot nutzen können, allerdings ohne den Startbonus.

Investieren für Kinder in Österreich Mutter mit Kind im Arm
Finanziell vorsorgen:

Wie soll das Zukunftsdepot funktionieren?

Pro Kind sollen bis zu 5.000 Euro jährlich angelegt werden können. Das angesparte Kapital soll ab dem 18. Geburtstag ohne Kapitalertragsteuer entnommen werden können. Regelmäßige Sparraten und zusätzliche Einzahlungen können so über viele Jahre zu einem kleinem Vermögen heranwachsen.

Nach der veröffentlichten Modellbeschreibung soll das Depot auf den Namen des Kindes laufen und bis zur Volljährigkeit gesperrt bleiben. Neben den Eltern sollen auch andere Personen einzahlen können, beispielsweise Großeltern. Das Vermögen wäre damit direkt dem Kind zugeordnet.

Welche Möglichkeiten es bereits heute gibt, erfährst du in unserem Ratgeber Investieren für Kinder in Österreich.

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Was können 100 Euro monatlich bewirken?

Wer früh beginnt, regelmäßig Geld für sein Kind anzulegen, kann über die Jahre ein beachtliches Vermögen aufbauen. Mit 500 Euro Startkapital und 100 Euro monatlich ergibt sich bei einer angenommenen Rendite von 7 Prozent pro Jahr nach 18 Jahren ein Vermögen von rund 44.020 Euro.

Die monatlichen Einzahlungen ergeben zusammen 21.600 Euro. Einschließlich des Startkapitals werden insgesamt 22.100 Euro eingezahlt. Weitere 21.920 Euro entstehen rechnerisch durch die Wertentwicklung. Das zeigt, welchen Unterschied der Zinseszinseffekt langfristig machen kann: Werden Erträge wieder angelegt, können auch diese weitere Erträge erwirtschaften.

Mit unserem Zinseszinsrechner kannst du berechnen, wie sich unterschiedliche Sparraten, Laufzeiten und Renditen auf die finanzielle Vorsorge für dein Kind auswirken.

Welche Chancen und Risiken hat das Zukunftsdepot?

Chancen des Zukunftsdepots

Die größte Chance liegt in der Verbindung aus Kapitalmarkt und langem Anlagehorizont. Wer früh für sein Kind investiert, gibt dem Geld viele Jahre Zeit, um vom Wachstum und den Gewinnen der Unternehmen zu profitieren. Werden Erträge wieder angelegt, unterstützt der Zinseszinseffekt den Vermögensaufbau.

Als grober historischer Orientierungswert für breit gestreute Aktienanlagen lassen sich rund 7 Prozent Rendite pro Jahr ansetzen. Von Anfang 1970 bis Ende 2024 erzielte der MSCI World durchschnittlich rund 7,7 Prozent Rendite jährlich. Inflation und individuelle Anlagekosten sind dabei nicht berücksichtigt.

Eine breit diversifizierte Geldanlage verteilt das Kapital auf viele Unternehmen und Branchen. Dadurch sinkt die Abhängigkeit vom Erfolg einzelner Unternehmen oder Länder. Wie sich das umsetzen lässt, erfährst du in unserem Ratgeber Global investieren. Bleibt das Vermögen nach dem 18. Geburtstag investiert, kann es auch einen frühen Grundstein für die private Altersvorsorge bilden.

Risiken beim Zukunftsdepot

Kursschwankungen und Verluste gehören bei der Geldanlage am Kapitalmarkt dazu. Wird das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt für eine Ausbildung oder die erste Wohnung benötigt, kann ein Börseneinbruch kurz vor der geplanten Auszahlung besonders ungünstig sein. Eine breite Streuung reduziert einzelne Risiken, beseitigt aber nicht das allgemeine Marktrisiko an der Börse.

Eines der größten vermeidbaren Risiken ist der menschliche Faktor. Ein ungeeignetes Anlageprodukt, häufige und unüberlegte Produktwechsel oder zu wenig Wissen über die eigene Veranlagung können den Vermögensaufbau erheblich beeinträchtigen. Wer kurzfristigen Trends folgt, hohe Gebühren übersieht oder bei fallenden Kursen aus Angst verkauft, kann langfristige Renditechancen verspielen.

Deshalb sollten Eltern verstehen, wie die gewählten Produkte funktionieren, welche Kosten entstehen und welche Schwankungen möglich sind. Welche Vorgaben beim Zukunftsdepot für die Produktauswahl und die Kosten gelten werden, muss die gesetzliche Ausgestaltung zeigen.

Welche Details zum Zukunftsdepot fehlen noch?

Für die Auswahl eines Zukunftsdepots werden vor allem drei Fragen entscheidend sein: Welche Anlageprodukte stehen zur Verfügung, welche Kosten fallen an und welche Banken oder Broker bieten das Depot an? Verbindliche Vorgaben dazu sind bisher nicht veröffentlicht. Das betrifft auch mögliche Grenzen für Produktkosten und die Frage, wie stark der Gesetzgeber oder die Finanzmarktaufsicht die Produktauswahl einschränken.

Weitere Regeln braucht es für die praktische Abwicklung der Steuerbefreiung und die Weiterführung des Depots nach dem 18. Geburtstag. Erst mit diesen Bedingungen und konkreten Angeboten lässt sich beurteilen, ob das Konzept Zukunftsdepot zu den eigenen Vorstellungen passt.

Global investieren

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Das Thema „Investieren für Kinder“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, da immer mehr junge Eltern eine frühzeitige Vorsorge in Angriff nehmen möchten. Viele der verfügbaren Informationen im Internet stammen jedoch von Plattformen aus Deutschland oder von Versicherungen. Besonders Versicherungen verfolgen dabei oft andere Interessen, die nicht zwingend den unkompliziertesten Weg für Eltern und Kinder im Fokus haben. Eine Verbreitung dieses Beitrags in spezifischen Foren oder Facebook-Gruppen wäre daher sehr willkommen, um mehr Eltern auf einfache und unabhängige Lösungen aufmerksam zu machen.

Häufige Fragen

FAQ zum Zukunftsdepot