Wer sein Vermögen langfristig aufbauen möchte, kommt an einem Grundprinzip kaum vorbei: eine globale Streuung. Statt das Ersparte auf wenige heimische Unternehmen zu setzen, verteilt eine globale Anlagestrategie das Kapital über viele Länder, Branchen und Währungen hinweg. Global investieren bedeutet also, am wirtschaftlichen Wachstum der gesamten Welt teilzuhaben und gleichzeitig das Risiko einzelner Regionen abzufedern. Für die Umsetzung stehen unterschiedliche Wege offen, die sich in Kosten, Aufwand und Betreuung unterscheiden. Die folgenden drei Varianten zeigen, wie sich ein weltweites Portfolio in der Praxis aufbauen lässt.
Drei Wege zur weltweiten Geldanlage
1. Global investieren mit ETFs
Für alle, die eigenständig und besonders kostengünstig anlegen möchten, sind börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs, die naheliegende Wahl. Ein ETF bildet einen Aktienindex nahezu eins zu eins nach und verzichtet auf ein aktives Fondsmanagement. Dadurch fallen die laufenden Kosten sehr niedrig aus – häufig nur ein Bruchteil dessen, was klassische Fonds verlangen. Bereits mit einem einzigen breit gestreuten ETF lässt sich ein global aufgestelltes Portfolio abbilden.
Besonders komfortabel sind sogenannte All-in-One-Indizes, die sowohl Industrie- als auch Schwellenländer in einem einzigen Produkt bündeln. Zu den bekanntesten zählen der MSCI ACWI (All Country World Index) und der FTSE All-World. Beide umfassen tausende Unternehmen aus aller Welt und decken damit einen Großteil der global handelbaren Aktienmärkte ab.
Wer die Gewichtung innerhalb seines Portfolios selbst steuern möchte, kann alternativ mehrere ETFs kombinieren. Ein verbreiteter Ansatz ist die Zusammenstellung aus einem MSCI World, der die Industrieländer abbildet und einem MSCI Emerging Markets, der die Schwellenländer ergänzt. Diese Kombination erlaubt es, den Anteil der Schwellenländer bewusst höher oder niedriger zu gewichten, als es ein All-in-One-Index vorgibt.
2. Global investieren mit Sunrise
Nicht jeder möchte sich von Beginn an mit der Auswahl einzelner Indizes befassen. Für diese Zielgruppe bietet sich der Einstieg über eine App an. Mit Sunrise lässt sich unkompliziert in einen global ausgerichteten Aktienfonds investieren – direkt vom Smartphone aus und ohne den Umweg über ein klassisches Depot bei einem Online-Broker.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Lerneffekt. Die App reicht dem Nutzer gewissermaßen eine „unsichtbare Hand“, die Schritt für Schritt hilft, die Funktionsweise der Geldanlage zu verstehen. So wächst das Verständnis für die Zusammenhänge an den Märkten parallel zum eigenen Vermögen. Ergänzend besprechen Fondsmanager Thomas Niss und sein Team in einem regelmäßig erscheinenden Podcast aktuelle Finanzthemen und ordnen das Geschehen an den Märkten verständlich ein.
Zu den zentralen Vorteilen von Sunrise gehört die günstige Kostenstruktur: Die Anlage zu Kosten von weniger als einem Prozent und ein Investment in die Fonds kommt ohne Ausgabeaufschlag aus. Damit fließt das eingezahlte Geld vollständig in Fondsanteile, statt teilweise für Vertriebsgebühren verwendet zu werden. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu Aktienfonds bei der Hausbank.
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Aktienfonds bei der Hausbank
Der traditionelle Weg führt über die Hausbank. Grundsätzlich lässt sich auch dort in global anlegende Aktienfonds investieren – allerdings meist zu deutlich höheren Kosten. Zu beachten sind vor allem die Ausgabeaufschläge, die beim Kauf anfallen können, sowie die laufenden Gebühren, die im Vergleich zu ETFs oder einer App-Lösung wie Sunrise oft deutlich höher ausfallen. Diese Kosten schmälern langfristig die Rendite und sollten vor einem Abschluss genau geprüft werden.
Teilfreistellung
Dem stehen klare Vorteile gegenüber. Der wichtigste ist die persönliche Beratung vor Ort: Ein fester Ansprechpartner kann individuelle Fragen beantworten, die persönliche Situation berücksichtigen und durch die einzelnen Schritte begleiten. Für viele Anleger ist dieser menschliche Kontakt ein wesentliches Kriterium.
Tatsächliche Kosten
Hinzu kommt ein strategischer Aspekt, der über die reine Geldanlage hinausreicht. Ein – auch kleiner – Sparplan bei der Hausbank kann sich auszahlen, wenn dort später einmal eine Finanzierung ansteht, etwa ein Immobilienkredit. Wer bereits als aktiver Kunde bekannt ist und eine bestehende Geschäftsbeziehung pflegt, verbessert unter Umständen seine Ausgangsposition für künftige Verhandlungen. Der Aufbau einer Kundenbeziehung kann sich in solchen Fällen als nützlicher Nebeneffekt erweisen.
Fazit
Global investieren ist heute auf verschiedene Arten möglich – vom eigenständigen Aufbau eines ETF-Portfolios über den begleiteten Einstieg per App bis zur persönlich betreuten Anlage bei der Hausbank. Die passende Variante hängt von den eigenen Ansprüchen an Kosten, Eigenverantwortung und Beratung ab.
Wer Wert auf niedrige Gebühren und Selbstständigkeit legt, findet in ETFs eine effiziente Lösung. Wer den Einstieg mit Orientierung sucht, könnte mit der Sunrise App eine attraktive Lösung finden. Und wer persönlichen Kontakt und langfristige Bankbeziehungen schätzt, kann trotz höherer Kosten den klassischen Weg wählen. Entscheidend ist in allen Fällen der erste Schritt: das Kapital breit gestreut und mit einem klaren Plan weltweit anzulegen.
