Dynamisierung der Sparrate berücksichtigen
Mit einer Dynamisierung wird die monatliche Sparrate regelmäßig um einen bestimmten Prozentsatz erhöht. Manche Online-Broker bieten diese Option automatisch an – unser Broker-Vergleich für Österreich zeigt diese Besonderheit an. Diese Option kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn du davon ausgehst, dass dein Einkommen langfristig steigt und du einen Teil dieser Erhöhung zusätzlich investieren möchtest.
Bei einer Dynamisierung von zwei Prozent wird eine monatliche Sparrate im folgenden Jahr entsprechend erhöht. Dieser Vorgang wiederholt sich während der gesamten Anlagedauer. Gerade über mehrere Jahrzehnte kann eine regelmäßige Erhöhung der Sparrate einen deutlichen Einfluss auf die Summe der Einzahlungen und den späteren Depotwert haben.
Inflation und heutige Kaufkraft
Ein hoher Depotwert in 20 oder 30 Jahren besitzt voraussichtlich nicht dieselbe Kaufkraft wie derselbe Betrag heute. Deshalb kannst du im Sparplanrechner optional eine angenommene Inflationsrate berücksichtigen.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, zeigt der Rechner zusätzlich den Wert des zukünftigen Depotvermögens in heutiger Kaufkraft. Der nominale Depotwert wird dadurch nicht verändert. Die zusätzliche Angabe hilft dir lediglich dabei, langfristige Ergebnisse besser einzuordnen.
Kosten eines ETF-Sparplans berechnen
Auch vergleichsweise geringe Gebühren können sich über eine lange Anlagedauer auf das Ergebnis eines Sparplans auswirken. In den weiteren Annahmen kannst du deshalb laufende Produktkosten sowie fixe und prozentuale Gebühren je Sparplanausführung hinterlegen.
Die Produktkosten können beispielsweise die laufenden Kosten eines ETF abbilden. Bei der Auswahl eines konkreten Produkts solltest du den jeweiligen Kostenwert aus den Fondsunterlagen verwenden. Die tatsächlichen Kosten können je nach ETF, Fonds und Broker unterschiedlich ausfallen.
Passende Anbieter und deren Konditionen kannst du zusätzlich im Broker-Vergleich gegenüberstellen.
Österreichische Steuern optional berücksichtigen
Der Sparplanrechner kann die österreichische Besteuerung von Fonds vereinfacht abbilden. Diese Berechnung ist standardmäßig nicht aktiviert und kann bei Bedarf unter den weiteren Annahmen eingeschaltet werden.
Bei thesaurierenden Fonds können ausschüttungsgleiche Erträge bereits während der Haltedauer steuerpflichtig sein. Die dafür anfallende Kapitalertragsteuer wird in der Modellrechnung über das Verrechnungskonto bezahlt und nicht aus dem Depot entnommen. Bereits versteuerte Erträge erhöhen gleichzeitig die steuerlichen Anschaffungskosten, wodurch die mögliche Steuerbelastung bei einem späteren Verkauf geringer ausfallen kann.
Bei ausschüttenden Fonds kannst du auswählen, ob die Ausschüttungen nach Abzug der KESt wiederveranlagt oder ausgezahlt werden sollen. Dadurch lässt sich auch erkennen, welchen Einfluss die Wiederveranlagung von Erträgen auf den langfristigen Vermögensaufbau haben kann.
Die tatsächliche Besteuerung hängt von den Steuerdaten und Erträgen des konkreten Fonds ab. Ausländische Quellensteuern, ein möglicher Verlustausgleich und individuelle steuerliche Besonderheiten werden in der vereinfachten Berechnung nicht vollständig berücksichtigt.