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Sparplanrechner: ETF-Sparplan und Vermögen einfach berechnen

Der Zinseszins ist der Grund, warum sich frühes Sparen so stark auszahlt. Deine Erträge werfen mit der Zeit selbst wieder Erträge ab und je länger du dabei bleibst, desto größer wird dieser Effekt. Am Anfang merkst du kaum etwas davon, nach 20 oder 30 Jahren entfaltet der Zinseszinseffekt seine größte Kraft.

Mit unserem Zinseszinsrechner siehst du, wie sich dein Vermögen entwickeln kann. Du gibst ein, wie viel du sparst und über welchen Zeitraum und bekommst eine realistische Vorstellung davon, wie sich dein Vermögen entwickelt.

Sparplanrechner

Mit dem „Finanzen verstehen“ Sparplanrechner kannst du verschiedene Faktoren kombinieren und sehen, wie sich dein Vermögen entwickeln kann. Weil auch die Inflation mitgerechnet wird, siehst du außerdem, was dein Ergebnis in heutigem Geld wirklich wert ist. Spiele verschiedene Szenarien durch und finde heraus, welcher Weg für dich realistisch und sinnvoll ist.

Was berechnet der Sparplanrechner?

Der Sparplanrechner zeigt, wie sich ein langfristiger Sparplan unter den von dir gewählten Annahmen entwickeln kann. Dabei werden dein vorhandenes Startkapital und deine monatlichen Sparraten getrennt vom rechnerischen Wertzuwachs ausgewiesen.

Dadurch erkennst du auf einen Blick, welcher Teil des Depotwerts aus deinen eigenen Einzahlungen stammt und welcher Teil durch die angenommene Rendite entstanden ist. Die Grafik veranschaulicht diese Entwicklung für jedes einzelne Anlagejahr.

Der Rechner eignet sich insbesondere zur Berechnung eines ETF-Sparplans, kann aber auch für andere langfristige Spar- und Anlageformen verwendet werden. Da Renditen am Kapitalmarkt nicht gleichmäßig anfallen und nicht garantiert werden können, handelt es sich immer um eine vereinfachte Modellrechnung.

Dynamisierung der Sparrate berücksichtigen

Mit einer Dynamisierung wird die monatliche Sparrate regelmäßig um einen bestimmten Prozentsatz erhöht. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn du davon ausgehst, dass dein Einkommen langfristig steigt und du einen Teil dieser Erhöhung zusätzlich investieren möchtest.

Bei einer Dynamisierung von zwei Prozent wird eine monatliche Sparrate im folgenden Jahr entsprechend erhöht. Dieser Vorgang wiederholt sich während der gesamten Anlagedauer. Gerade über mehrere Jahrzehnte kann eine regelmäßige Erhöhung der Sparrate einen deutlichen Einfluss auf die Summe der Einzahlungen und den späteren Depotwert haben.

Inflation und heutige Kaufkraft

Ein hoher Depotwert in 20 oder 30 Jahren besitzt voraussichtlich nicht dieselbe Kaufkraft wie derselbe Betrag heute. Deshalb kannst du im Sparplanrechner optional eine angenommene Inflationsrate berücksichtigen.

Wenn diese Funktion aktiviert ist, zeigt der Rechner zusätzlich den Wert des zukünftigen Depotvermögens in heutiger Kaufkraft. Der nominale Depotwert wird dadurch nicht verändert. Die zusätzliche Angabe hilft dir lediglich dabei, langfristige Ergebnisse besser einzuordnen.

Kosten eines ETF-Sparplans berechnen

Auch vergleichsweise geringe Gebühren können sich über eine lange Anlagedauer auf das Ergebnis eines Sparplans auswirken. In den weiteren Annahmen kannst du deshalb laufende Produktkosten sowie fixe und prozentuale Gebühren je Sparplanausführung hinterlegen.

Die Produktkosten können beispielsweise die laufenden Kosten eines ETF abbilden. Bei der Auswahl eines konkreten Produkts solltest du den jeweiligen Kostenwert aus den Fondsunterlagen verwenden. Die tatsächlichen Kosten können je nach ETF, Fonds und Broker unterschiedlich ausfallen.

Passende Anbieter und deren Konditionen kannst du zusätzlich im Broker-Vergleich gegenüberstellen.

Österreichische Steuern optional berücksichtigen

Der Sparplanrechner kann die österreichische Besteuerung von Fonds vereinfacht abbilden. Diese Berechnung ist standardmäßig nicht aktiviert und kann bei Bedarf unter den weiteren Annahmen eingeschaltet werden.

Bei thesaurierenden Fonds können ausschüttungsgleiche Erträge bereits während der Haltedauer steuerpflichtig sein. Die dafür anfallende Kapitalertragsteuer wird in der Modellrechnung über das Verrechnungskonto bezahlt und nicht aus dem Depot entnommen. Bereits versteuerte Erträge erhöhen gleichzeitig die steuerlichen Anschaffungskosten, wodurch die mögliche Steuerbelastung bei einem späteren Verkauf geringer ausfallen kann.

Bei ausschüttenden Fonds kannst du auswählen, ob die Ausschüttungen nach Abzug der KESt wiederveranlagt oder ausgezahlt werden sollen. Dadurch lässt sich auch erkennen, welchen Einfluss die Wiederveranlagung von Erträgen auf den langfristigen Vermögensaufbau haben kann.

Die tatsächliche Besteuerung hängt von den Steuerdaten und Erträgen des konkreten Fonds ab. Ausländische Quellensteuern, ein möglicher Verlustausgleich und individuelle steuerliche Besonderheiten werden in der vereinfachten Berechnung nicht vollständig berücksichtigt.

Fazit

Ein Sparplanrechner hilft dir dabei, die langfristige Entwicklung eines ETF-Sparplans besser einzuschätzen. Du siehst, wie sich Startkapital, monatliche Sparrate, Rendite, Anlagedauer, Dynamisierung, Inflation, Kosten und österreichische Steuern auf das rechnerische Ergebnis auswirken können.

Die Berechnung ersetzt keine Prognose und keine Anlageberatung. Sie ermöglicht dir aber, unterschiedliche Annahmen transparent zu vergleichen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Faktoren beim langfristigen Vermögensaufbau besonders wichtig sind.