So nutzt du den historischen ETF-Sparplan-Rechner
Wähle zuerst einen Index aus, z. B. den MSCI All Country World Index, den S&P 500 oder den österreichischen ATX. Als Datengrundlage dienen historische Kurse eines ETFs auf den jeweiligen Index.
Anschließend gibst du deine monatliche Sparrate sowie Start- und Enddatum ein. Optional kannst du eine Einmalzahlung zu Beginn ergänzen. Möchtest du ausschließlich eine Einmalanlage untersuchen, setzt du die monatliche Sparrate auf null.
Standardmäßig startet die Berechnung zehn Jahre vor dem letzten gespeicherten Kursdatum. Du kannst den Zeitraum innerhalb der verfügbaren Kurshistorie selbst wählen.
Sparplan, Einmalanlage und Zusatzkäufe vergleichen
Unter „Weitere Annahmen“ kannst du den Ausführungstermin und die Kaufgebühren einstellen. Gebühren für Sparpläne und Einmalzahlungen werden getrennt berücksichtigt.
Zusätzliche Käufe lassen sich mit Datum und Betrag ergänzen. Damit kannst du beispielsweise untersuchen, wie sich ein Nachkauf während eines Kursrückgangs ausgewirkt hätte.
Für einen aussagekräftigen Vergleich solltest du die insgesamt eingesetzten Beträge beachten: Ein höherer Depotwert nach einem Zusatzkauf bedeutet nicht automatisch, dass die Strategie eine höhere Rendite erzielt hat.
Was zeigt dir das Ergebnis?
Der Chart zeigt die Entwicklung deines Depotwerts und deiner Einzahlungen. Rote Abschnitte kennzeichnen Zeiträume, in denen der dargestellte Depotwert unter deinen bisherigen Einzahlungen lag.
Bewegst du die Maus über den Chart, aktualisieren sich die Zahlen für den jeweiligen Zeitpunkt. Am Handy kannst du auch den Monatsregler verwenden.
Die Tabelle unterscheidet:
- Einzahlungen: dein insgesamt eingezahltes Geld.
- Wertzuwachs: Gewinn oder Verlust gegenüber diesen Einzahlungen.
- Depotwert: der berechnete Wert deiner Anlage.
- Rendite p.a.: deine jährliche Rendite unter Berücksichtigung der Höhe und des Zeitpunkts deiner Einzahlungen.
Die Rendite p.a. wird mit der XIRR-Methode berechnet. Sie berücksichtigt, dass eine frühe Einzahlung länger investiert war als eine spätere Sparrate.
ETF-Vergleich und Inflation berücksichtigen
Mit „ETF-Vergleich anzeigen“ wechselst du zur Prozentansicht. Du siehst dein Gesamtplus neben der Entwicklung des ETFs. Die Werte haben unterschiedliche Grundlagen: Dein Sparplan enthält laufende Einzahlungen, die ETF-Linie zeigt die Entwicklung ab Beginn des Zeitraums. Der Abstand allein ist deshalb kein Beleg für eine bessere oder schlechtere Anlagestrategie.
Aktivierst du „Inflation berücksichtigen“, ergänzt die Tabelle den Kaufkraftverlust und die reale Rendite p.a. Dein nominaler Depotwert bleibt unverändert. Grundlage ist der österreichische Verbraucherpreisindex; die verfügbaren Daten und Annahmen findest du unter „Daten und Berechnungsgrenzen“.
Was du aus dem Backtesting mitnehmen kannst
Nutze den Rechner, um unterschiedliche Einstiegszeitpunkte und Anlagezeiträume zu untersuchen. Betrachte dabei auch schwächere Börsenphasen. So bekommst du ein Gefühl dafür, welche Schwankungen ein Sparplan in der Vergangenheit durchlaufen hätte.
Historisches Backtesting liefert jedoch keine Prognose. Im Rückblick sind günstige Kaufzeitpunkte leicht erkennbar – während einer Krise waren sie es nicht. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse.
Die Berechnung ist eine Modellrechnung mit historischen Schlusskursen. Tatsächliche Brokerabrechnungen können abweichen. Hinweise zu Gebühren, Ausschüttungen und Steuerannahmen findest du unter „So wird gerechnet“. Der Rechner dient der Information und ersetzt keine persönliche Anlageberatung.