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Dividendenrechner: Passives Einkommen berechnen

Passives Einkommen durch Dividenden ist ein beliebtes Ziel vieler Anleger: regelmäßige Ausschüttungen, die einen Teil des Lebensunterhalts decken ganz ohne investiertes Kapital anfassen zu müssen. So verlockend die Idee klingt, so konkret ist die Frage dahinter: Wie viel Geld muss investiert sein, damit Dividenden ein spürbares Einkommen ergeben?

Genau dabei hilft der Dividendenrechner von Finanzen verstehen. Du gibst dein gewünschtes monatliches Einkommen und eine angenommene Dividendenrendite ein – der Rechner berücksichtigt die österreichische Kapitalertragsteuer von 27,5 % und zeigt dir, welches Kapital dafür nötig ist. Aus einer vagen Vorstellung wird so eine konkrete Zahl, mit der du planen kannst.

Dividendenrechner

Der Dividendenrechner verknüpft drei zentrale Größen: das gewünschte passive Einkommen, die angenommene Dividendenrendite und die anfallende Kapitalertragsteuer. Aus diesen Angaben ermittelt das Tool, wie viel Kapital investiert sein muss, damit die Ausschüttungen das angestrebte Einkommen decken.

Passives Einkommen durch Dividenden: die ehrliche Rechnung

Der Gedanke an regelmäßige Ausschüttungen ist motivierend – Monat für Monat Geld aufs Konto, ohne dafür zu arbeiten. Genau diese Vorstellung macht Dividenden so attraktiv. Die Rechnung dahinter fällt allerdings ernüchternder aus, als es die Erzählung vom passiven Einkommen vermuten lässt.

Entscheidend ist die Größenordnung des benötigten Kapitals. Bei einer angenommenen Bruttodividendenrendite von rund 3 % und der österreichischen Kapitalertragsteuer von 27,5 % bleiben netto etwa 2,2 % übrig. Für ein passives Einkommen von 1.000 Euro im Monat müssen damit grob 550.000 Euro investiert sein – für 2.000 Euro monatlich bereits rund 1,1 Millionen Euro. Der Traum, von Dividenden zu leben, setzt also ein beträchtliches Vermögen voraus.

Hinzu kommt ein Denkfehler, der häufig übersehen wird: Eine Ausschüttung ist kein zusätzlicher Ertrag, sondern eine Umschichtung von Kurs- in Barvermögen. Am Ausschüttungstag sinkt der Kurs üblicherweise genau um die gezahlte Dividende. Das ausbezahlte Geld war vorher bereits Teil des Investments – es wechselt lediglich von deinem Investment auf dein Verrechnungskonto.

Mit jeder Ausschüttung sinkt somit das im Wertpapier gebundene Kapital. Wird der Betrag entnommen und verbraucht, schrumpft die Basis, aus der künftige Ausschüttungen entstehen. Und selbst bei Wiederveranlagung sind zuvor 27,5 % an das Finanzamt geflossen – Kapital, das dem weiteren Vermögensaufbau nicht mehr zur Verfügung steht.

Fazit: Beim Vermögensaufbau zählt die Gesamtrendite

Wer Vermögen aufbaut, sollte auf die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Ausschüttungen achten und nicht auf eine möglichst hohe Dividendenrendite allein. Unser Dividendenrechner zeigt schwarz auf weiß, welches Kapital tatsächlich notwendig ist, damit der Wunsch nach passivem Einkommen Realität wird.